Freitag, 11. Mai 2012

More than broken, she's alone.

Jetzt steh ich da. Ganz alleine. Ohne jegliche therapeutische Betreuung. Denn sie kann mir nicht helfen. Sie meinte meine Erkrankungen sind zu komplex, das sie mir nicht helfen könne. Sie würde nichts erreichen. Die Therapie würde nichts bringen. Sie hatte einen "Kurztest" gemacht, ob ich an der Borderline-Störung erkrankt sein kann. Wenn man unter diesen Durchschnitt des Testes ist, hat man etwas anderes und es ist ausgeschlossen das man daran erkrankt ist. Wenn man im Durchschnitt ist, dann kann es möglich sein das man daran Erkrankt ist muss aber nicht sein. Und wenn man über den Durchschnitt ist, dann ist es eigentlich so gut wie, das man daran erkrankt ist. Und ich war über dem Durchschnitt hat sie gemeint. Also habe ich eine Essstörung, Depressionen und sehr wahrscheinlich Borderline. Und sie kann mir nicht helfen. Ich soll abwarten bis ich endlich in eine Wohngruppe komme. Das dauert bis Sommer. Und bis Sommer habe ich niemanden. Niemanden der mir ansatzweise Helfen kann oder mir gute Tipps geben kann. Einfach niemanden mehr. Ich fühle mich nicht gut. Wie jemanden, den man schon aufgegeben hat, den man einfach nicht mehr helfen kann, der ein Hoffnungsloser Fall ist. Sie meinte auch, ich soll zum Arzt gehen und mir Tabletten aufschreiben lassen. Aber ich will nicht zunehmen. Ich habe riesige Angst, wegen Medikamente zuzunehmen. Deswegen nehme ich ja zurzeit gar nichts mehr. Sie meinte ich soll das Risiko eingehen. Will ich lieber einigermaßen Stabil sein oder meine Figur behalten hat sie mich gefragt. Ich meinte, ich will auf keinen Fall zunehmen, also werde ich keine Medikamente nehmen. Denn ich glaube, würde ich zunehmen, würde ich es mir noch schlechter gehen als es mir jetzt schon geht, also gehe ich das Risiko nicht ein. Sie meinte auch, dass ich immer noch in einer schweren Depressiven Episode bin und es auch starke Körperliche Anzeichen gibt. Außerdem soll ich jetzt wieder in die Schule (nachdem die Krankschreibung abläuft), egal wie lange, hauptsache ich gehe wieder. Denn ich bräuchte Struktur, die ich jetzt nicht habe. Und ich muss es schaffen meinen Alltag wieder geregelt zu bekommen, was ich jetzt auch nicht schaffe. Aber ich kann nicht in die Schule, ich hasse diese Schule, habe Angst vor ihr und kann einfach nicht. Es geht einfach nicht. Gerade habe ich Druck mich selbst zu verletzen, aber ich werde es nicht tun, daran glaube ich. Irgendwie werde ich den Druck schon aushalten und mich ablenken. Ich fühle mich gerade richtig alleine. Obwohl es so schön war meine Freundin wieder zu sehen. Auch wenn sie wieder sehr abgemagert ist. Sie war mit mir in der Klinik. Sie leidet unter Magersucht. Sie wiegt jetzt nicht mehr 40kg und ich mach mir echt Sorgen. Aber sie hat mir Versprochen das sie nicht weiter abnimmt, weil es bei ihr jetzt so klick gemacht hat, das sie doch gesund werden will und normal essen will und wieder zunehmen will und sie sich nach ihren Abschluss in einer Klinik anmelden will. Ich hoffe sie hält noch so lange durch und hält ihr Gewicht wenigstens oder nimmt schon einmal ein bisschen zu. Denn ich will sie nicht verlieren. Sie hat es verdient zu leben, denn sie ist so ein guter, liebenswürdiger Mensch. Ich hab sie echt sehr gerne und verstehe gar nicht warum sie so wenige nur mögen. Denn so jemand wie sie findet man eigentlich selten und sollte man schätzen. Ich glaube an sie. Sie wird es schaffen. Ich und sie werden es schon irgendwie schaffen, das haben wir uns heute schon 50 Mal gesagt, und wir hoffen so sehr das es auch klappt.


1 Kommentar:

  1. Ich glaube an dich und habe dich nicht aufgegeben, wenn ich dir irgendwie helfen kann, dann sag einfach bescheid ;*

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